#2 Frühstück: French Toast mit Obstsalat

Ein perfektes Frühstück für das Wochenende! Und ja, French Toast geht auch vegan 🙂 Wer bei der Hitze etwas kaltes braucht, kann einfach die gefrorenen Beeren in den Obstsalat geben und taut sie nicht vollständig auf.

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Mein Vegetarisch-Experiment: 6 Monate später

Wie geht es mir 6 Monate nach meinem Vegetarisch-Experiment? Was hat sich geändert und wie ernähre ich mich? Bin ich eine nervige Vegetarierin?

Heute soll es um zwei Themenblöcke gehen, die mich momentan sehr beschäftigen. Erstens soll es darum gehen, wie ich mit Menschen umgehe, die keine Vegetarier sind. Zweitens werde ich euch erzählen, wie ich mich momentan ernähre.

Wie ihr wisst, habe ich vor einem halben Jahr angefangen, mich vegetarisch zu ernähren. Ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt und euch ja auch viel darüber berichtet. Ich habe kein Problem damit, wenn sich Leute in meiner Umgebung nicht vegetarisch ernähren. Dachte ich zumindest. Als ich mich letztens mit einem Menschen unterhalten habe, der mir sehr nahe steht, hat mich dieser darauf aufmerksam gemacht, dass ich in den letzten Monaten doch eine von diesen nervigen Vegetariern geworden wäre. Das hat mich getroffen und ich habe lange darüber nachgedacht. Menschen, die mir nicht nahe stehen, mit denen rede ich nicht über dieses Thema. Ich erzähle ihnen auch nicht, dass ich mich so ernähre. Wenn wir gemeinsam essen, greife ich einfach zu den Dingen, die ich essen möchte und lasse den Rest außen vor. Das ist also einfach und findet ohne Kommunikation über dieses Thema statt.

Mit Menschen, die mir jedoch nahe stehen, gehe ich anders um. Ich möchte über dieses Thema reden und meine Erfahrungen teilen und deren Meinungen wissen, weil mir dieses Thema wichtig ist. Ich wollte nie jemanden verurteilen, der sich nicht so ernährt. Aber ich habe gemerkt, dass ich die Bilder, die ich gesehen habe und die Gründe, die ich für diese Ernährungsweise habe, nicht gut ausblenden kann. Ich wollte nie, dass jemand das Gefühl bekommt, dass ich denke, dass ich besser bin, weil ich mich anders ernähre. Und das glaube ich auch nicht. Es gibt so viele Leute, die sich in unterschiedlichen Bereichen so viel mehr engagieren als ich und ich bewundere diese Leute. Ich finde es toll, wenn sich jemand Gedanken darüber macht, was er wann konsumiert oder sich sozial engagiert. Aber ich bin stolz darauf, durch meine Ernährungsweise etwas positives zu dieser Gesellschaft und der Umwelt beizutragen. Ich bin überzeugt davon, dass ich etwas Gutes tue und das macht mich stolz. Ich möchte andere Leute inspirieren, so wie die Menschen, die mich dazu inspiriert haben. Mir war nicht bewusst, dass ich andere Menschen damit nerve und das möchte ich nicht, denn das bringt nichts. Ich muss also versuchen, auch bei Menschen, mit denen ich normalerweise mehr teile, dies bezüglich die Klappe zu halten. Das finde ich schwer. Ich möchte nicht über die Lebensweise von anderen Menschen bestimmen, dazu habe ich kein Recht. Aber es fällt mir schwer, nicht mit Menschen, die mir nahe stehen, über dieses Thema zu sprechen.

Was hilft euch bei diesem Problem? Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich?

Das zweite ist ein kleines Ernährungsupdate. Ich selbst bezeichne mich nach wie vor als Vegetarierin. Meine Mahlzeiten sind jedoch zu 80-90% vegan. Ich greife nur unterwegs oder im äußersten Notfall auf vegetarische Produkte zurück. Das kommt allerdings eben sehr selten vor. Ich fühle mich gut damit. Ich habe nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Ich esse einfach nur anders. Ich mache keine Kompromisse beim Geschmack. Mein Essen ist einfach lecker 😀 Ich bin noch keine Veganerin, weil ich mir und meinem Körper Zeit geben möchte für diese Veränderung. Ich möchte so etwas nicht überstürzt machen und am Ende habe ich mich falsch ernährt. Ich teste momentan noch aus, was ich brauche, was ich esse und in welchem Bereich ich vielleicht noch an meinem Ernährungskonzept arbeiten muss.

Ich freue mich über eure Kommentare, Anregungen und Fragen!

Earthlings – Der Film

Ich habe den Film Earthlings geschaut und möchte meine Gedanken dazu teilen.Vorab kann ich nur sagen, bevor ihr meine Meinung dazu lest, schaut euch den Film am besten selbst an und bildet euch eure eigene Meinung zu diesem Thema.

Ich weiß nicht, ob ihr bereits von dem Film gehört habt, er ist schon etwas älter und aus dem Jahr 2005, die Thematik ist aber nach wie vor aktuell. Ich habe ja schon in den Beiträgen zu meinem Vegetarisch-Experiment davon gesprochen, dass ich mir auch Filme etc. zu dem Thema angeschaut habe. Ich habe vorher auch ein paar Auszüge des Films auf Youtube gesehen und vor ein paar Tagen habe ich mir den Film nun endlich ganz angeschaut.

Der Film ist in fünf Kapitel eingeteilt: Haustiere, Essen, Kleidung, Unterhaltung und wissenschaftliche Forschung. In allen Teilen geht es darum, wie wir Menschen in dem jeweiligen Kontext mit Tieren umgehen und wie wir diesen Umgang rechtfertigen.

Das Konzept des Films ist, dass wir alle Erdlinge sind und somit niemand das Recht hat mit einer anderen Spezies so umzugehen, wie wir Menschen es mit Tieren machen.

Mich hat der Film emotional sehr mitgenommen. Es werden so viele verschiedene Aspekte angesprochen, dass dieser Film eine solide Grundlage für alle bildet, die sich einfach darüber informieren möchten, wie mit Tieren in dieser Gesellschaft umgegangen wird. Während für mich das Kapitel Essen nicht so überraschend war, war ich erschüttert, als es darum ging, wie mit Tieren umgegangen wird, die als Haustiere ausgesetzt werden. Auch das Thema Tiere zur Unterhaltung zu nutzen war für mich nicht so neu, allerdings haben mir diese Bilder zum ersten Mal wirklich vor Augen geführt, was ich oft verdrängt habe.

Abschließend kann ich nur jedem, der sich entweder generall damit beschäftigen möchte oder jedem, der nicht verstehen kann, wieso man sich vegetarisch oder vegan ernährt, diesen Film ans Herz legen.

Über folgenden Link kommt ihr zu einer kostenlosen englischen Version, darunter findet ihr auch eine deutsche Version zum Leihen oder Kaufen.

http://www.nationearth.com/earthlings-1/